Haben Sie persönliche, direkte Mitteilungen von Teilnehmenden erhalten?
Die Leute aus dem Team, die den Online-Dialog noch nicht kannten, fanden diesen innovativ und interessant. Aber sonst waren wir nicht direkt in Kontakt mit den Teilnehmenden. Ich gehe jeweils davon aus, wenn keine Rückmeldung kommt, kommt es gut an.
Welches Wissen war Ihnen neu?
Das Thema, von dem die Leute erheblich mehr wissen möchten, ist die Digitalisierung. Wir wussten, dass das ein Thema ist, aber nicht, dass es das Wichtigste ist. Auf den weiteren Plätzen folgten Bürgerpartizipation und der Fachkräftemangel. Wir haben die Themenplanung für das nächste Jahr angepasst, dort explizit auch diese drei Themen aufgenommen, weil wir gemerkt haben, wie wichtig das ist.
Was hat Sie am Ergebnis überrascht?
Die Wichtigkeit des Themas Bürgerpartizipation. Ich wusste, dass das ein Thema ist. Aber ich dachte nicht, dass es so extrem wichtig ist.
Themen wie Energie oder Biodiversität wurden zwar gewünscht, waren aber eher weiter hinten. Diese Rangliste ist sehr wertvoll für uns. Die Ergebnisse haben uns aber auch in unserer bisherigen Strategie bestätigt, denn es ist eindeutig, dass die „Schweizer Gemeinde“ fleissig gelesen wird und eine hohe Glaubwürdigkeit geniesst.
Sie haben selbst auch Ihre Hypothesen formuliert. Die mussten Sie am Anfang dieses Online-Dialogs ins Spiel bringen. Wie haben Ihre Meinungen und Veränderungsvorschläge abgeschnitten?
Unterschiedlich. Bei der Einschätzung der Nutzung der Kanäle haben sie ziemlich gut abgeschnitten. Bei den Themen kamen jedoch viele Vorschläge von den Teilnehmenden, die besser platziert waren als unsere.
Was haben Sie konkret entschieden?
Für die Themenplanung 2026 haben wir die Vorschläge direkt miteinbezogen. Es wird eine Ausgabe geben spezifisch zu künstlicher Intelligenz – Thema Digitalisierung – sowie eine Ausgabe zum Thema Vereinsleben, was auch die Bürgerpartizipation einschliesst. Und ein Heft zum Fachkräftemangel.
Welches Fazit ziehen Sie aus diesem Online-Dialog?
Es hat für uns gut funktioniert. Vor allem im Bereich „Welche Themen wünschen sich die Leute?“ Da haben sich viele sehr stark eingebracht mit eigenen Ideen. Wir waren erfreut, auch als wir das Resultat gesehen haben.
Weshalb?
Einerseits, weil es uns in der aktuellen Strategie bestätigt hat. Wir sind auf einem guten Weg mit dem, was wir machen. Anderseits wissen wir jetzt, wo wir uns verbessern können. Auch die Zusammenarbeit während des ganzen Prozesses und danach fand ich sehr angenehm und positiv. Wenn irgendeine Frage aufkam oder wir Unterstützung gebraucht haben, kam immer sehr schnell eine Antwort.
Wie schätzen Sie den Schlussbericht ein, den Sie bekommen haben?
Sehr positiv. Wir hatten die wichtigsten Resultate auf einen Blick in einer Zusammenfassung. Wenn man will, kann man auch sehr stark ins Detail gehen. Das fand ich sehr positiv. Der Bericht von BrainE4 ist einfacher, als wenn man wie bei einer klassischen Umfrage Frage für Frage durchgehen und die Ergebnisse zusammentragen muss. Man spart mit BrainE4 sehr viel Zeit.
Wir sprechen vom Schlussbericht. Aber es bestand auch die Möglichkeit, ständig Zwischenresultate anzuschauen. Haben Sie das genutzt?
Der Online-Dialog lief gut fünf Wochen lang. Ich habe vor allem am Anfang oft reingeschaut, weil ich einfach neugierig war und wissen wollte, was die Leute so machen. Ich fand spannend zu sehen, wie sich die Meinungen entwickelt haben. Manche Antworten waren am Anfang ganz oben und rutschten im Verlauf nach unten.
Wem würden Sie BrainE4 empfehlen?
Ich würde es vor allem dort empfehlen, wo es darum geht, Ideen zu sammeln oder Themenwünsche abzufragen. Also dort, wo man bereit für eine offene Fragenstellung ist, damit sich die Leute einbringen.