Cornelia Trachsler, EXPERTsuisse AG
«Ich wusste nicht, dass so etwas existiert.»
Cornelia Trachsler hat als Leiterin Kommunikation und Marketing des Verbands EXPERTsuisse eine grosse Verantwortung: Sie ist ein wichtiges Bindeglied zwischen anspruchsvollen und sehr heterogen aufgestellten Mitgliedern aus der ganzen Schweiz einerseits und einem traditionsreichen Verband anderseits – der sich stets neu erfinden muss. Sie wollte genau wissen, was tausende von Wirtschaftsprüfern, Steuer- und Treuhandexperten wollen.
Frau Trachsler, wer ist EXPERTsuisse?
EXPERTsuisse ist der Schweizer Verband für Wirtschaftsprüfung, Steuern und Treuhand, der sich seit über einem Jahrhundert für seine eidgenössisch diplomierten Expertinnen und Experten und dazu noch 800 Mitgliedsunternehmen engagiert. Dieses gesamte Universum versorgen wir einerseits mit hochwertigen Fachinformationen und fungieren damit auch als Verlag. Und anderseits sind wir mit unserem Bildungsangebot die führende Adresse für die berufliche Qualifizierung unserer Mitglieder.
«Das Ganze war eine grosse, positive Überraschung.»
Sie haben in der Schweiz einen grossen Einfluss.
Ja, tatsächlich. Unsere Mitglieder betreuen Unternehmen, die zusammen weit über 2/3 der Schweizer Wirtschaftsleistung erbringen.
Wovon lebt Ihr Verband?
EXPERTsuisse steht auf drei Säulen: professionelle Bildung und Zertifizierung, hochwertige Fachinhalte und ein starkes Mitgliedernetzwerk.
Welches Problem brachte Sie zu uns?

Ich bezeichne es lieber als Herausforderung: Letztes Jahr sind wir hundert Jahre alt geworden. In der heutigen Zeit hat sich der Informationsbedarf und das Bedürfnis, wie man Informationen konsumiert oder bezieht, enorm gewandelt. Und wenn Sie über all die Jahre Fachmagazine herausgeben, mit klassischen Checklisten und ein grosses, schweres Handbuch dazu, dann stellt sich die Frage: Machen wir das, weil wir es wollen, oder machen wir das so, wie es die Mitglieder wollen?

Kurz: Wir hatten zwar Hypothesen, aber keine Validierung, was unsere Mitglieder im Bereich Publikationen effektiv wollen.

Die Kernfrage war also?
Wie müssen wir in den nächsten Jahren unsere Publikationswelt ausrichten, damit das Mitglied sagt: «Ich zahle den Beitrag, weil das, was ich bekomme, relevant und in der richtigen Form und Qualität verfügbar ist.»
Weshalb haben Sie sich für BrainE4 entschieden?
Da spielte der Zufall mit. Wir wussten einfach, dass wir mit den bisherigen Analysen nicht weiterkamen. Ein Mitarbeiter stiess auf BrainE4 und die Präsentation überzeugte uns.
Was konkret?
Dass offene Fragen gestellt und offen beantwortet werden können und dabei eine strukturierte Form und Analyse der Antworten entsteht. Ich wusste nicht, dass so etwas existiert.
«Ich würde BrainE4 uns selber empfehlen – für weitere Befragungen.»
Offene Fragen wie…
Ganz einfach im Stil von «Wie wollt ihr es, wie stellt ihr euch das vor?» Daraus hat sich letztlich ein konkreter Bedürfnis- und Massnahmenkatalog ergeben. Das war eine grosse, positive Überraschung.
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Sie hatten selbst Ihre Vorstellung, was die Leute wollen und haben dies in Form von «Hypothesen» in den Online-Dialog eingegeben. Wie haben diese Hypothesen abgeschnitten?
Die Hypothesen haben gut abgeschnitten. Es hat praktisch keine gegeben, die im totalen Widerspruch zur Gesamtmeinung steht. Das Ranking hat aber klar gezeigt, wie wir handeln sollen, um den Bedürfnissen der Mitglieder gerecht werden zu können.
Hat es keine Überraschungen gegeben?
Doch. Die Überraschung war die Aussagekraft und Klarheit der Resultate.Ich glaube, je klarer Sie es vor Augen geführt bekommen, umso mehr entsteht Druck durch die Erwartungshaltung. Als Projektteam können wir nun hingehen und sagen: 800 Mitglieder sehen das mehrheitlich in diese Richtung. So haben wir aus den Erkenntnissen über 20 konkrete Handlungsempfehlungen und Umsetzungsmassnamen abgeleitet.
Wem würden Sie BrainE4 empfehlen?
Ich würde BrainE4 uns selber empfehlen – für weitere Befragungen.
Und sonst?

Grundsätzlich jedem, der ein Produkt oder eine Dienstleistung hat, die sich im Markt weiterentwickeln muss. Solche Standortbestimmungen sind extrem wertvoll.

Aber nochmals zurück: Primär würde ich es uns intern empfehlen. Denn die Frage, wie unsere Daseinsberechtigung als Verband in fünf oder zehn Jahren aussieht, können wir uns nicht einfach selbst beantworten. Diese Antwort müssen uns letztlich unsere Mitglieder geben.

Interview: thk
Fakten:
Registierte Teilnehmende: 682
Zielgruppe (Volumen): 11'000
Meinungsduelle: 11'000
Kontakt:
Cornelia Trachsler
Leiterin Kommunikation & Marketing
EXPERTsuisse AG
Tel: +41 58 206 05 15
Mail: cornelia.trachsler@expertsuisse.ch
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BrainE4

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