Wenn Sie BrainE4 nochmals einsetzen, denken Sie, dass das anfängliche Misstrauen geringer ist?
Absolut. Dann ist es weg. Wir haben im Feedback an die gesamte Organisation zeigen können, dass es anonym und hilfreich ist. Die Leute merkten schnell: Wir arbeiten an den Punkten.
Wie haben Sie die Ergebnisse an die Belegschaft kommuniziert?
Umfassend. Die Führungsebene in den Ländern und den Abteilungen haben die wichtigsten Themen mit ihren Teams direkt aufgenommen.
Wir haben im überregionalen Townhall Meeting gesagt: «Das sind die Punkte, die rauskamen. Daran arbeiten wir.» Es gab Dinge, die haben wir sofort gelöst. Zum Beispiel haben sich die Mitarbeiter beschwert, dass der Kaffee bezahlt werden muss. Das wusste ich gar nicht. Das ist ein Unding! Das haben wir umgestellt, noch während BrainE4 gelaufen ist.
Das wurde sofort bemerkt.
Klar. So haben die Mitarbeitenden festgestellt: «Es passiert etwas, noch während der Online-Dialog läuft. Meine Meinung zählt.»
Der Kontakt zu den Mitarbeitern ging…
…unheimlich direkt. Und der wurde im Nachgang im Townhall Meeting vertieft, als wir das umfassende Feedback gegeben haben.
«Wir konnten alle Mitarbeiter abholen, von der Hilfskraft bis zum Geschäftsleitungsmitglied.»
War es ein Problem für Sie, dass der Kaffee und die Firmenstrategie der USA-Expansion gleichzeitig kommentiert und eingestuft wurden?
Nein. Wenn Sie die Leute auf eine Kulturreise mitnehmen, müssen Sie umfassend zuhören und nicht einzelne Themen ausgrenzen. Welche strategischen Prioritäten sich daraus ergeben, ist dann wieder unsere Verantwortung in der Geschäftsleitung. Aber wir wollen alle Mitarbeiter abholen, von der Hilfskraft bis zum Geschäftsleitungsmitglied. Denn jeder hat einen anderen Blickwinkel.
Was ist der Kernpunkt, den Sie mitnehmen können?
BrainE4 ist der direkte Draht zu deinen Mitarbeitenden. Ein Instrument, das ich so in der Form noch nicht gesehen habe. Ein Instrument, das mir die Möglichkeit gibt, in kurzer Zeit auf einfache Weise den Puls des Unternehmens zu spüren. Bei den herkömmlichen Mitarbeiterumfrage Tools bekommt man Nummern, Zahlen und Balken, aber wenig konkretes Feedback in Form von individuell formulierten Vorschlägen, welche die Kameraden zusätzlich noch bewerten.
Und weil sie neu waren im Unternehmen, war das noch wichtiger, als wenn sie schon fünf Jahre CEO gewesen wären?
Ja, und trotzdem setzen wir BrainE4 erneut ein. Weil ich auch sehen will: Wie verändert sich das? Die Leute kennen nun den Ablauf. Vielleicht werden die Leute noch kritischer. Ist mir auch recht. Die sehen: «Es ist etwas passiert – die lesen ja tatsächlich, was wir schreiben!»
Sie konnten ja auch selbst Hypothesen einbringen und testen. War das für Sie wichtig?
Ja, sehr. Das hat unsere HR-Abteilung zusammen mit Ekki und dem Team von BrainE4 gemeinsam gemacht, weil wir auch ein bisschen unsere Cultural Pillars zementieren wollten.
Aber von unseren sieben Themenpunkten – sie basierten auf Input von der alten Kulturreise vor meiner Zeit – haben nur gerade zwei «überlebt». Der Rest kam von den Mitarbeitenden.
Also eine hohe Kreativität und das Wissen, dass die Leute andere Prioritäten hatten, als wir und das frühere Management dachten. Das war echt spannend.
«Eine tolle persönliche Erfahrung, muss ich schon sagen.»
Was ist Ihr Fazit?
Ein starkes Führungsinstrument, das wir gut erklären müssen. Aber BrainE4 ist hervorragend und hat sich bewährt.
Wem würden Sie BrainE4 empfehlen?
Jedem! Jedem, der Wert auf eine Kultur im Unternehmen legt. Wenn man offen ist für Feedback – gerade auch für kritisches Feedback –, dann ist das ein hervorragendes Instrument.
Hatten Sie Bedenken wegen der Datensicherheit?
Medartis hatte vor zwei Jahren einen Cyberangriff und ist sensibilisiert auf das Thema.
Also haben wir das Instrument auf Herz und Nieren geprüft und auch unser Datenschutzbeauftragter hat die nötigen Analysen gemacht. Wir fanden keine Sicherheitslücke oder irgendein Risiko.