Übernehmen Sie diese Äusserungen der Belegschaft?
Ja, denn es fällt uns nicht schwer zu sagen: „Hervorragend, mit diesem Material können wir arbeiten.“ Schliesslich waren die Inputs keine 180-Grad-Wendungen. Die Sicht auf unseren bevorstehenden Weg und die Identifikation mit der Firma sind da.
Es gibt zum Teil wörtliche Abschnitte aus den Inputs, die jetzt im neuen Leitbild stehen. Das ist ein sehr starkes Signal zurück an die Belegschaft. Zum Beispiel der Satz: „Wissen tief verankert, Verantwortung weit gedacht.“
Wie sind Sie mit den Informationen des Schlussberichts umgegangen?
Wir haben die Kernerkenntnisse herausgezogen. Die wichtigste Erkenntnis: Die Aussagen der Mitarbeiter stimmen mehrheitlich mit den Vorstellungen der Geschäftsleitung überein. Sie sind vielleicht anders formuliert, unsere Hypothesen wurden teilweise weggespült, aber die Stossrichtung ist sehr ähnlich. Wir sehen: Die grosse Mehrheit trägt die Veränderung mit.
«Hervorragend, mit diesem Material können wir arbeiten.»
Ein wichtiger Punkt. Gibt es weitere?
Es gab Aussagen zum vorwärts gerichteten Mindset: ein selbstbewusstes Anpacken des Projekts, ein mutiges Angehen der nächsten Phasen, ein respektvolles, transparentes Zusammenarbeiten im Team und mit den Stakeholdern. Das waren die Kernaussagen, die unser Leitbild ausdrücken wird.
Und darüber hinaus können wir auch zusätzliche Erkenntnisse aus dem Dialog ziehen, die nicht per se ins Leitbild fliessen, aber für die Führungsarbeit in der Firma interessant sind.
Was ist das zentrale Element, dass dies ein Erfolg geworden ist?
Das Dialogische. Dass man Entwicklungsideen sucht und sich durch diese „Crowd Intelligence“ leiten lässt – in einer Firma, die sonst vielleicht eher durch hierarchische Prozesse geprägt ist. Dieses Dialogische über die Frage „Wer sind wir eigentlich?“ spricht die Leute an.
Dazu aber auch die Flexibilität in der Befragung. Eine übliche Umfrage müssen Sie praktisch in einem Rutsch durchführen, sonst verlieren Sie die Daten. Hier ist es ein Prozess, fast ein Spiel. Man geht heute drei Minuten hinein und übermorgen zehn. Es ist ein lebendiger Prozess, ein „dynamisches Priorisieren“ – das bringt es auf den Punkt.
Was ist Ihr abschliessendes Fazit?
Ich bin glücklich, dass wir uns auf die Reise eingelassen haben und dass wir an einem so firmenrelevanten Thema auf diese Art arbeiten konnten und es zu einem Erfolg geführt haben..
Wem würden Sie BrainE4 empfehlen?
Ich würde es sofort Firmen empfehlen, die in Umbruchsituationen sind. Als sichtbare Massnahme, wie man diesen Umbruch gemeinsam bewältigt.
Haben Sie vor, so etwas in Zukunft noch einmal zu machen?
Jetzt, wo das Tool eingeführt und bekannt ist, kann ich mir gut vorstellen, dass wir es wieder einsetzen, wenn es die Situation erfordert. Ich bin überzeugt, dass wir das tun würden. BrainE4 ist im Management akzeptiert und in der Belegschaft angekommen. Wenn es darum geht, etwas zu definieren, wo die „Crowd Intelligence“ gefragt ist, kann ich mir das sehr gut vorstellen..
Vielen Dank für das Gespräch!
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Kontakt:
Philipp Senn
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